Pamela Méndez

Mein Weg als Stimmbildnerin 

Geboren 1988 in Lenzburg AG geboren, statteten mich mein mexikanischer Vater und meine halb deutsche, halb Schweizer Mutter mit einem früh erkennbaren Gesangstalent aus. Bereits im Alter von 9 Jahren wurde mir klar, dass ich Sängerin werden möchte. Zwischen dem 12. Und 16. Lebensjahr besuchte ich ein internationales Internat, namens École d’Humanité wo ich das Glück hatte, bei einem renommierten Gesangspädagogen Unterricht nehmen zu können: Louis Sprizer, einem Jüdischen Musiker und Gesangspädagogen, der auch schon mit Celine Dion gearbeitet hatte. Er vereinte Stimmbildung, Feldenkrais, Yoga und  Atemtechnik und setzte so einen wesentlichen Grundstein in mein Leben. Damals klang ich nasal und hatte viel Druck auf der Stimme in den Höhen. In nur 15Minuten «befreite» er meine Stimme. Louis schien mir damals die vertrauenswürdigste Person, die mir je begegnet war. Und es wurde mir ein Ziel, anderen Menschen das geben zu können, was er mir gab. Vertrauen und einen neuen Zugang zu meiner Stimme. 

Jahre später wurde mein Leben an der HKB für Jazzgesang geprägt von ständiger Heiserkeit und Stimmbandentzündungen. Als mir Bettina Klöti aus Zürich helfen konnte und erwähnte, dass sie unter anderem mit Lichtenberger Übungen arbeitete, zögerte ich nicht: Ich besuchte 2013 zum ersten Mal das Lichtenberger Institut im Odenwald. Nach dem Einführungsseminar war ich entschlossen, den Studiengang absolvieren zu wollen. In der Zwischenzeit kam meine Musikerinnen Karriere in die Gänge. Ich konnte während 10 Jahren von der Musik leben, brach das Jazz Studium ab und absolvierte Stattdessen den Studiengang auf Stimmphysiologie im Teilzeitstudium am Lichtenberger Institut. Im Herbst 2023 schloss ich nach 10-jähriger Auseinandersetzung mit einem Lehrdiplom ab. Mehr zum Lichtenberger Institut finden Sie HIER.

Parallel zu dieser Weiterbildung beschäftigte ich mich im Selbststudium mit der Atemtechnik nach Scheufele-Osenberg und erweiterte kontinuierlich mein Repertoire mit neuen Übungen im Bereich des Faszientrainings, Feldenkrais, Yoga und anderen Atemtechniken. Auch fiel mir auf, dass am Ende, unser Sprechen die Ausgangslage unserer Singstimme ist. So setzte ich mich über einige Jahre auch mit der Sprechtechnik nach Fiukowski auseinander, was mich heute auch befähigt, Menschen in Sprechberufen weiter zu helfen. Musikalisch setzte ich mich jedoch eher mit dem Erbe von «black american music» auseinander und konnte in meinem Aufenthalt in New York 2019 und durch Freunde in Chicago mich in die Gesangstechniken von Gospel und Soul vertiefen. 

Atemtechnik, Stimmphysiologie, Sprechtechnik aber auch kulturhistorisches musikalisches Wissen: All dies fliesst bei mir zusammen zu einer Art und Weise sich selbst, den Körper, die Emotionen und den Intellekt zu nutzen, und sich mit der Welt auszutauschen.